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22.5.2017 : 23:20

Osthaus Museum Hagen | 2016 | Retrospektive

Ren Rong, der als ein Meister phantasie- reicher Mischwesen aus floralen und menschlichen Formen gilt, gehört zu den weltweit bekanntesten zeitgenössischen deutschen Künstlern.

In der Ausstellung des Osthaus Museums wird in einer einzigartigen Retrospektive ein facettenreicher Querschnitt seines künstlerischen Schaffens mit verschiedenen Schwerpunkten, Techniken und Themen präsentiert.

Unter den über 150 Kunstwerken befinden sich aquarellierte Papierschnitte, Ölarbeiten, Wachsobjekte, Holzreliefs und Stahlskulpturen aus den verschiedenen Schaffensperioden bis hin zu noch nie gezeigten neuen Frottagearbeiten und Prägedrucken des Künstlers.

Seine Kunst schafft gedankliche und philosophische Brücken zwischen verschiedenen „Welten“ und bildet einen kommunikativen Dialog mit der Sprache der Kunst unserer Zeit.

Die Begegnung mit diesen Werken von Ren Rong ist auch ein Dialog der Kulturen und kann für den Kunstbetrachter eine Rückbesinnung auf die eigene Naturgebundenheit sein. In seinem OEuvre stehen die ambivalenten Gestalten der „Pflanzenmenschen“ im Mittelpunkt seines Schaffens, deren Motive und Techniken er aus der traditionellen chinesischen Volkskunst mit Ausdrucksmitteln und Prinzipien der zeitgenössischen europäischen Kunst verbindet.

Die in seinen Arbeiten verwendeten Motive zeigen auch eine wesenhafte Symbiose von Natur und Mensch oder von Mann und Frau und scheinen sich in einem Zustand der ständigen Metamorphose zu befinden – mit der ständigen Wandelbarkeit des Werdens und des Lebens. Es sind Motive, die sich mit ihren vielarmigen, -brüstigen, -blättrigen und sich verwurzelnden Figuren und Formen in einer Metamorphose befinden. Ihre Verwandtschaft zu Elementen der chinesischen Schriftkunst, die auf abstrahierte Bildsymbole zurückgeht, ist unübersehbar und stellt in Ren Rongs international beachteten Oeuvre eine Besonderheit dar.

Ren Rong beschreibt seine Arbeiten wie folgt: „Meine Pflanzenmenschen spielen für mich auf keine Mythologie an. Dafür spiegeln sie umso mehr ganz andere, sprich persönliche Dinge wider, wie zum Beispiel Hoffnung, Wünsche, Ehrgeiz, Lust, Angst, positive Energie und einiges mehr…“

Diese retrospektive Ausstellung macht den unverwechselbaren Dialog mit seiner Zeichen- und Bildersprache in einer einzigartigen Art und Weise sichtbar.

 

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© Edition M
Osthaus Museum

Ausstellung Witten

Dialog mit der Sprache der Kunst

"Es gibt eine Quelle verschiedener Inspirationen und künstlerischer Einflüsse, die mich zu den Pflanzenmenschen führte. Diese Quelle ist sehr vielschichtig und hat seinen Ausgangspunkt in meiner künstlerischen Ausbildung. Wenn ich zurückblicke, dann entwickelt man sich nach seinem Studium laufend weiter – auch durch die Einflüsse der verschiedenen Kulturen in China und Deutschland. Hierbei spielen für mich globale Themen wie Mensch & Natur, Mensch & Kultur und sicherlich Mensch & Familie eine zentrale Rolle. Für mich sind diese Themen sehr wichtig. Insbesondere steht das Zusammenleben des Menschen in Harmonie mit der Natur im Mittelpunkt (...)."

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