Florian Benet-Riedel - 31. Januar 2010
31. Januar 2010 - Im Rahmen der Finissage begrüßt Sie der Künstler Florian Benet-Riedel am 31. Januar 2010 zum Neujahr 2010.
Florian Benet-Riedel - Brücke des Dialoges
In dieser Kunstausstellung des neuen Jahres stellt der in Deutschland lebende und arbeitende katalanische Künstler Florian Benet-Riedel in beeindruckender Weise die Charakteristika des zeitgenössischen "Neo-Modernisme Catala" in den Mittelpunkt seines Schaffens. Im Rahmen der Finissage werden Kunstwerke des Künstlers unter dem Motto "Brücke des Dialoges" gezeigt. Die Ausstellung ist ein Projekt im Rahmen der Reihe "Verantwortung-Zukunft".
Witten | Neo-Modernisme Catala | 2009
Der Künstler Florian Benet-Riedel - der den Pop-Art Workshop 2008 mit dem amerikanischen Künstler Britto mit begleitet hat - stellt in beeindruckender Weise die Charakteristika des zeitgenössischen Neo-Modernisme Catala in den Mittelpunkt seines Schaffens. Der in Girona (Spanien) geborene Künstler studierte zunächst in Barcelona 5 Jahre Illustration und Malerei, sowie 3 Jahre Bildhauerei, wobei ihn besonders die Bauwerke des renommierten Künstlers Antoni Gaudi interessierten. Er studierte u.a. an der Kunstschule " la Llotja de Barcelona", an der renommierte Künstler wie beispielsweise Pablo Picasso waren. Neben der künstlerischen Zusammenarbeit am Aufbau des Altars für die weltbekannte Sagrada Familia in Barcelona zählen zahlreiche nationale und internationale Kunstausstellung.
Exklusive Kunstedition auf Leinwand
Der Künstler Florian Benet-Riedel erstellt eine exklusive Originalgraphik auf Leinwand
"Im Garten der kleinen Prinzessin" (2009)
num. & handsigniert von Florian Benet-Riedel
Giclée auf Künstlerleinwand
Ex. 1/30 - 30/30
Der Reinerlöses aus dem Verkauf dieser Florian Benet-Riedel Kunstedition geht direkt an die Projekte der Bildungs- & KulturInitiative. Preis: 98 €
Bestellung der Exklusivgraphik auf Leinwand (Ex. 1/30-30/30)
ATELIER "M" & Florian Benet-Riedels Kunstwerke vorort
Für Kunstinteressierte und -freunde sind aktuelle Arbeiten (Acryl auf Leinwand, Graphiken und Keramiken) aus dem Atelier der Künstlers vorort zu sehen.
Anmeldungen für Interessierte und Infos unter: atelier(at)ArtRuhr.de
Metamorphosen im "Neo-Modernisme Català"
Die aus der griechischen Mythologie stammende Figur des „Apollo“ kennzeichnet die besondere Aussagekraft und Faszination hinter der Symbolik des Kunstwerkes „Apollo“ von Florian Benet-Riedel. Auch tauchen in der Arbeit mit dem Titel „Frühlingslied“ tanzende weiss-gelbe Blüten auf, die den musikalischen Flötentönen einer maskenhaften Gestalt entspringen und über den beiden Köpfen eines Paares schweben. Umrandet mit einer breiten ornamentalen Rahmengestaltung drückt der Künstler eine besondere Atmosphäre in seiner Formensprache aus. Eine markante künstlerische Sprachgebung kann man hierbei entdecken, in der geschwungene, fließende Farbflächen mit einem Meer von üppigen hellen Pflanzen oder geometrischen Ornamentstrukturen in harmonischer Korrespondenz zueinander stehen. Hierbei zeigen die Werke von Florian Benet-Riedel eine auffällig thematische Anlehnung an die Epoche des Jugendstils in Spanien. Sie erinnern an eine Zeit der Malerei, in der das Gefühl, die Schönheit und die Emotionen im Mittelpunkt der Darstellungsweise standen.
Illustration und Malerei mit katalanischem Charakter
Der Künstler Florian Benet-Riedel nimmt die Intention aus der Zeit des „Modernisme Català“ auf, die sich in seiner Heimat Katalonien – hauptsächlich in Barcelona – bis in die 20er und 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts entwickelt hatte. Obwohl der katalanische „Modernisme“ Teil einer Strömung war, welche ganz Europa im so genannten Jugendstil erfasste, behielt diese Bewegung in Katalonien einen besonderen eigenen Charakter, die heute noch von einigen Kunsthistorikern als die am weitesten fortgeschrittene Form des Jugendstils bezeichnet wird.
Beeinflusst von dieser Stilrichtung lässt sich auch schon ein künstlerischer Bezugspunkt zu dem katalanischen Maler und Bildhauer Florian Benet-Riedel herstellen, der seit über 5 Jahren in Deutschland lebt und arbeitet. Nachdem er in Barcelona „Illustration“ und „Malerei“ mit einer anschließenden Ausbildung zum Bildhauer studierte, folgten sehr früh diverse Ausstellungen in Spanien und Deutschland, in denen der Künstler erste öffentliche Anerkennung mit seinem künstlerischen Ausdrucksstil erfuhr. Zudem entdeckt man in den neueren Werken seine naturverbundenen Akzente mit zahlreichen pflanzenartigen und fließenden Ornamenten, die u.a. auch durch den Einfluss seiner intensiven Arbeit an der Sagrada Familia in Barcelona des spanischen Architekten Antoni Gaudí herrühren.
Das Moment von Mystik - der Baum von Apollo & Daphne
In beeindruckender Weise stellt Florian Benet-Riedel die Charakteristika eines zeitgenössischen „Neo-Modernisme Català“ in den Mittelpunkt seines Schaffens. Er legt Wert auf die Dekoration von Flächen, stilvolle Ornamente und elegante Rahmen. Gleichzeitig verbindet er entgegen den klassischen Jugendstilkünstlern eine eigenständige Abstraktion als Merkmal seiner Malerei. Versetzte Flächenstücke mit schwungvollen Konturen treten in Kontrast mit aufwendig geschmückten Teilen. Stilisierte, d.h. von der Natur abgeleitete Formen werden in seinen Arbeiten zu einem wichtigen farbenintensiven Ausdruckmittel.
Das Moment von Mystik ist in seinen Arbeiten nicht wegzudenken. Wie der schon gesprochene „Metamorphosenbaum von Apollo und Daphne“ versetzt der Künstler in den beiden Bildern mit dem Titel „Taurusmaske“ und „Frühlingslied“ den Betrachter durch die Verwendung einer symbolträchtigen Stiergestalt mit einer Maske in eine andere Welt mit bestimmten Tugenden und Vorstellungen. Symbolisch verkörpert dabei der Stier die männliche Stärke, die sich mit der weiblichen Schönheit verbindet – hier auch wieder sinnlich nahe und dennoch fast schon entschwunden. Mit diesen letztgenannten Arbeiten wird die Reihe der mythologischen Themen um eine weitere Facette seines künstlerischen Schaffens bereichert. Die Erscheinung eines Stieres ist bekanntlich in der Mythologie bei Dionysos, den Nymphen, Siléne und Satyrn zu entdecken, wo der Stier auch mit einer Maske dargestellt wird. Als Gott der Verwandlung trägt Dionysos eine Maske. Mit der unmittelbaren symbolischen Präsenz dieser Maske rückt das, was hinter ihr verborgen liegt in die geheimnisvolle Ferne und in ein verführerisches Geheimnis.
Mit dem Symbol der Maske bringt Florian Benet-Riedel auch eine gewisse Widersprüchlichkeit der gezeigten Gestalt zum Ausdruck – wie das letzte Geheimnis des Dasein und Nichtseins starren die unscheinbaren Augen der Maske auf das Paar. Diese Gestalt der Doppelseitigkeit, die auch einen Dionysos und sein Reich von vielem unterscheidet, ruft eine geheimnisvolle Stimmung in den Werken von Florian Benet-Riedel hervor. So wie der russische Schriftsteller Leo Tolstoi es ausdrückte: „Kunst ist das Mikroskop, das der Künstler auf die Geheimnisse seiner Seele einstellt, um diese allen Menschen gemeinsamen Geheimnisse allen zu zeigen.“ Und jeder, der ein Bild betrachtet, soll sein eigenes „Geheimnis“ darin entdecken.
Geheimnisse und Verwandlungen gibt es auch hier zu entdecken, die der Künstler Florian Benet-Riedel hinter seinen Werken mit den typisch langen, geschwungenen Linien und organischen Formen und Ornamenten versteckt.










