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22.2.2017 : 0:31

Pop-Art Künstler aus Miami ist in Witten begeistert

Witten,  10. April 2011. Der amerikanische Pop-Art Künstler Romero Britto kam auf persönliche Einladung nach Witten und ist über den Standort des Kunstwerkes "A New Day" in der Eingangshalle des Ev. Krankenhauses (Diakonie Ruhr) begeistert. 

 

Pop-Art Kunstwerk "A New Day" im Krankenhaus setzt Zeichen in der Ruhrstadt

(v.l.n.r.) J. Abrolat, Verwaltungsleiter & Geschäftsführer Diakonie Ruhr, Ev. Krankenhaus; R. Britto Miami, FL; D.H. Mache Vorstand Bildungs- & Kulturinitiative & Projektorganisator; Ärztlichen Direktor U. Weitkämper

Romero Brittos Kunst für die Gesundheit

Bevor der amerikanische Pop-Art Künstler nun das Kunstwerk "A New Day" im Ev. Krankenhaus in Witten besuchte, stieß er Anfang dieser Woche mit der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff und dem Gesundheitsminister Alexandre Padilha ein großes Gesundheitsprogramm an, das über ein Budget von nahezu 4 Milliarden Euros (9,4 Milliarden br. Reais) verfügt und 61 Millionen Brasilianer erreicht. Auf Anfrage der brasilianischen Regierung spendete er neben dem Programmlogo eine Kunstwerkserie im Gesamtwert von 800.000 USD.

Wie auch hier in Witten sind seine Motive für das Umfeld im Gesundheitsleben sehr interessant. So schuf er für das brasilianische Projekt eine farbenprächtige Geschichte, die die Freude von der Schwangerschaft bis hin zur Geburt und zum Aufwachsen eines gesunden Kindes in einer fürsorglichen und nährenden Umgebung darstellt.

In Witten zeigt das aus 45 quadratischen Leinwänden zusammengesetzte Kunstwerk "A New Day" geflügelte Herzen, bunte Regenbögen & Schmetterlinge im Garten und ein Pinguin im Dialog mit dem Betrachter.

Kunst im Krankenhaus für über 20.000 Besucher im Jahr

Presse Ruhrnachrichten 12.04.2011

Professor D.H. Mache, Vorstand der Bildungs- & KulturInitiative und langjähriger Freund des Künstlers beschreibt bei der Vorstellung im Krankenhaus die künstlerische Ausdrucksweise des Bildes mit der optimistischen und positiven Einstellung gegenüber dem Leben, der heutigen Verantwortung in der Gesellschaft und dem Interesse für die junge Generation. 

Das Kunstwerk "A New Day" im Eingangsbereich des Wittener Krankenhauses wird jährlich nahezu 20.000 Patienten, Besuchern und Mitarbeitern des Hauses von dem Optimismus und der Lebensfreude anstecken, die die bunte Pop-Art-Landschaft ausstrahlt.

"A New Day“ ist ein Anfang, dem Thema Kunst im Krankenhaus künftig mehr Bedeutung beizumessen. "Mit gemeinsamen Interessen und Werten kann man nicht nur sein eigenes Leben entscheidend verbessern, sondern auch das Leben der Menschen in seinem Umfeld“, so Mache. Die Bedeutung von Gesundheit ergibt sich also nicht nur aus naturwissenschaftlich medizinischer Sicht, sondern wesentlich auch aus den Perspektiven der Künste und Philosophie. Kunstwerke werden von vielen Wissenschaftlern als Begleiter im Heilungsprozess angesehen.

Verantwortung im Sinne der Weltgesundheitsorganisation WHO

Romero Britto & Marina Mache

So definert die Weltgesundheitsorganisation - WHO - den Begriff "Gesundheit" wie folgt: „Health is a state of complete physical, mental and social wellbeing …  also „Gesundheit ist ein Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen (seelischen) & sozialen Wohlbefindens. Kunst kann versöhnen, trösten und aufmuntern. Was liegt also näher, als Kunst zu denen zu bringen, die an Leib und Seele gesunden wollen. Der Patient - der hier ins Krankenhaus kommt - ist aus seinem gewohnten Lebensraum herausgerissen und leidet unter dem Verlust der häuslichen Geborgenheit. Die Begegnung mit der Kunst - wie hierbei das Kunstwerk "A New Day" -  kann dazu beitragen, diesen Entzug zu kompensieren, da die ästhetische Wahrnehmung eine Stabilisierung der seelischen Verfassung ermöglicht. Das Kunstwerk soll zum sinnlichen Erlebnis werden. Mache unterstreicht, dass "das Kunstwerk im Krankenhaus niht nur schmücken soll, sondern auch auf jeden Betrachter „wirken“ soll". Und weiter "Kunst im Krankenhaus sollte nicht eine Seltenheit, sondern eine Selbstverständlichkeit sein", so Mache.

Die Auseinandersetzung mit dem Kunstobjekt bietet sich als Alternative zum reizarmen und sterilen Klinikalltag an. Die vom Patienten häufig als beängstigend empfundene medizinische Technologie kann durch die Präsenz von Kunst abgemildert werden.

"Dabei entstehen positive und kreative Ideen immer dann, wenn mit gemeinsamen Interessen und Werten verschiedene Erfahrungswelten zusammenkommen. Und Kunst gehört zum Leben. Hier im Krankenhaus werden die Kunstwerke von mehr Menschen angeschaut, als in vielen Museen", resümiert Mache. 

 

 

Graphik

Romero Britto
"Marina's Garden"
atelier(at)ArtRuhr.de

Romero Britto

 

© R. Britto