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23.6.2017 : 0:13

Gala-Abend 2004 im Saalbau Witten

Die Idee und das Konzept des Wittener "Nussknacker" Ballett-Kunstwerkes entwickelte der Künstler Otmar Alt zu einem realisierbaren einzigartigen Gesamtkunstwerk. Zusammen mit dem Theater-Ensemble Hof (Bayern), der Rüdinghauser Dance-Company und der Bildungs- und Kultur-Initiative entstand in mehreren Monaten Arbeit ein künstlerisches Werk für diesen Gala-Abend 2004, wozu die von Otmar Alt entworfenen farbenprächtigen Kostüme das Gesamtkunstwerk abrunden.

Der hohe Bekanntheitsgrad von Otmar Alt, der Wiedererkennungscharakter seiner Bilder und Kunstwerke, seinem farbenfrohen Bühnenbild und der künstlerischen Ausstattung und nicht zuletzt die Freude an "Fantasie und Verzauberung" versprechen ein unvergessliches Kunstereignis mit großem, überregionalem Publikumsandrang in Witten.

Nussknacker mit großem Beifall

"So viel Begeisterung und anhaltenden Beifall hat das städtische Saalbau-Theater in Witten lange nicht mehr erlebt." Mit diesem Aufmacher resümierte die Westdeutsche Zeitung das außergewöhnliche Ballettprojekt des Nussknackers. Auch die anderen Blätter waren voll des Lobes über dieses glanzvoll gelungene Ballettkunstwerk. Dabei handelte es sich um eine einzigartige Symbiose der Klangwelt Peter Tschaikowskys mit der phantasiereichen Kunst Otmar Alts - der eigens Bühnenbild und Kostüme für diese Ballettaufführung schuf.
Nicht nur die Tanzprofis aus Hof lieferten eine beeindruckende Leistung an diesem Ballettabend. Die pfiffigen Ballettmäuse der "Rüdinghauser Dance Company" unter der Leitung von Ira Lieber trippelten als Mäuse über die Bühne und glänzten als Begleitung der Zuckerfee, als Blumenmädchen und sogar als Braut des Nussknackers.

Ein gemeinsames Kulturereignis

"Ich suche den Sieg der Fantasie", war das stimmungsvolle Motto an die nahezu 600 begeisterten Zuschauer, die in eine Welt der Träume eingetaucht waren, in der das Gute und Schöne herrscht. Geradezu überwältigt von dem kraftvollen Leuchten der bunten Farbenpracht, als sich der Vorhang für das international renommierte Ballett-Ensemble des Theaters Hof und die 19 aufgeregten Ballettmäuse der Rüdinghauser Dance Company aus Witten hob, konnten sie sich hineinträumen in eine zauberhafte Winterlandschaft, wie sie sich jeder wohl in seinen Kinderträumen vorgestellt hat.

Hierzu wählte der international renommierte Ballettmeister Jerzy Graczyk vom Theater Hof die klassische Choreographie von Marius Petipa und Lew Iwanow, reicherte sie aber durch eigene Elemente an.

Ebenso große Begeisterung riefen die fünf Meter große Nussknacker-Skulptur und der Bühnenprospekt von Otmar Alt hervor, die als Blickfang über dem Geschehen thronten. Der Bühnenhintergrund entstand in Anlehnung an Wassily Kandinsky, den Otmar Alt auf seine unverwechselbare Weise interpretierte. Hier deutet sich die Grundidee der Inszenierung an: Künstler unterschiedlicher Epochen und unterschiedlicher Nationalität sind in einem Stück vereint.

"Hinzu kommt, dass wir die Dynamik des Balletts mit dem Farb- und Formenspiel der bildenden Kunst verbunden haben", so Otmar Alt. Lächelnd fügt er hinzu: "Hierbei bewegt man sich ja in einem anderen Tätigkeitsfeld. Aber das war für mich eine große und schöne Herausforderung." Ein Ballettabend mit einem modernen und lebensbejahend-fröhlichen Gesicht war es allemal. Zumal dank der erfrischend anders gearteten Sichtweise das Märchenballett in Witten zu einer Ehre gelangt sein dürfte, die ihm an den großen Bühnen oft verwehrt wird. Für alle Besucher war es ein Abend der Träume, in dem jene Träume über eine Geschichte voller Zauber, über Wünsche und Sehnsüchte und innere Gefühle und Phantasien wahr wurden.

Gala-Abend 2004
Saalbau Witten